Neoseiulus californicus Raubmilben – 1 Tütchen für ca. 4 m²
Neoseiulus californicus gegen Spinnmilben und junge Thripslarven
Neoseiulus californicus Raubmilben, früher als Amblyseius californicus bezeichnet, sind Nützlinge zur biologischen Kontrolle verschiedener Spinnmilbenarten. Das Einzeltütchen eignet sich besonders für kleinere Pflanzenbestände und kann rechnerisch für etwa 4 m² Fläche oder eine einzelne Solitärpflanze eingesetzt werden.
Die Raubmilben ernähren sich unter anderem von der Gemeinen Spinnmilbe, Tetranychus urticae beziehungsweise Tetranychus cinnabarinus, der Zitrus-Milbe Panonychus citri und der Roten Baumspinne Panonychus ulmi. Zusätzlich gehören Weichhautmilben, junge Thripslarven und Pollen zu ihrem Nahrungsspektrum. Dadurch ist Neoseiulus californicus gegen Spinnmilben nicht ausschließlich für einen bestehenden Befall interessant, sondern kann aufgrund seines breiteren Nahrungsspektrums auch vorbeugend eingesetzt werden.
Die Tiere sind laut Anbieter etwa 0,5 bis 1,0 mm groß, gelblich-braun gefärbt und besitzen eine birnenförmige Körperform. Ein wichtiger Vorteil gegenüber empfindlicheren Nützlingsarten ist ihre vergleichsweise hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigeren Klimabedingungen. Neoseiulus californicus toleriert höhere Temperaturen und eine niedrigere Luftfeuchtigkeit vergleichsweise gut und kann zudem Hungerphasen über mehrere Wochen überstehen.
Diese Eigenschaften machen die Raubmilben besonders interessant für kleinere Indoor-Pflanzenbestände, Gewächshauskulturen und andere Bereiche, in denen Schädlingspopulationen möglichst früh biologisch kontrolliert werden sollen. Das Einzeltütchen ermöglicht dabei eine gezielte Anwendung, ohne direkt eine größere Packung für viele Quadratmeter kaufen zu müssen.
Neoseiulus californicus Einzeltütchen zur biologischen Schädlingskontrolle
Anwendung und Einsatzbereiche der Neoseiulus californicus Raubmilben
Das Tütchen wird an beziehungsweise unmittelbar im Pflanzenbestand positioniert. Die enthaltenen Raubmilben verlassen das Tütchen nach und nach und bewegen sich selbstständig über die Pflanzen auf der Suche nach geeigneter Nahrung. Das Tütchen sollte dabei nicht unnötig geöffnet oder entleert werden.
Besonders sinnvoll ist der Einsatz bei einem beginnenden beziehungsweise vorbeugend zu erwartenden Spinnmilbenproblem. Neoseiulus californicus kann längere Hungerphasen überstehen und ernährt sich neben verschiedenen Milbenarten auch von Pollen. Dadurch kann sich die Art auch dann länger im Pflanzenbestand halten, wenn aktuell nur wenige Schädlinge vorhanden sind.
Neben Spinnmilben werden auch junge Thripslarven gefressen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Neoseiulus californicus bei starkem Thripsbefall automatisch einen speziell gegen Thripse eingesetzten Nützling ersetzt. Der Schwerpunkt dieses Nützlings liegt auf der biologischen Kontrolle von Spinnmilben.
Bei einem ausgeprägten akuten Spinnmilbenbefall empfiehlt der Anbieter zusätzlich den Einsatz von Phytoseiulus persimilis. Neoseiulus californicus eignet sich dagegen besonders gut als robuster und vergleichsweise ausdauernder Bestandteil einer vorbeugenden oder kombinierten biologischen Schädlingskontrolle.
Reichweite, Klima und wichtige Voraussetzungen
Der Anbieter nennt für 25 Tütchen eine Reichweite von 100 m² beziehungsweise 25 Solitärpflanzen. Daraus ergibt sich für dieses separat angebotene Einzeltütchen rechnerisch eine Einsatzgröße von etwa 4 m² oder einer Solitärpflanze.
Die tatsächlich benötigte Anzahl an Tütchen kann dennoch vom Pflanzenbestand, Schädlingsdruck, Kulturtyp und den Umgebungsbedingungen abhängen. Bei starkem Befall sollte daher nicht ausschließlich anhand der Quadratmeterzahl entschieden werden.
Neoseiulus californicus gilt als vergleichsweise robust. Laut Anbieter werden sowohl höhere Temperaturen als auch eine geringere Luftfeuchtigkeit toleriert. Darüber hinaus kann die Raubmilbe Hungerperioden von mehreren Wochen überstehen. Das erleichtert insbesondere einen präventiven Einsatz, bei dem noch keine große Schädlingspopulation vorhanden ist.
Der Einsatz von Nützlingen sollte möglichst mit einem pflanzenschutzmittelfreien beziehungsweise kompatiblen Pflanzenschutzkonzept kombiniert werden. Obwohl Neoseiulus californicus laut Anbieter gegenüber vielen Pflanzenschutzmitteln relativ tolerant ist, können bestimmte Wirkstoffe Nützlinge schädigen. Vor einer Kombination sollte deshalb immer die Verträglichkeit des jeweiligen Präparats geprüft werden.
Vorteile von Neoseiulus californicus im Einzeltütchen
- 1 einzelnes Tütchen für kleinere Pflanzenbestände
- Rechnerisch für ca. 4 m² oder eine Solitärpflanze
- Biologische Kontrolle verschiedener Spinnmilbenarten
- Ernährt sich zusätzlich von Weichhautmilben
- Frisst auch junge Thripslarven
- Pollen können als zusätzliche Nahrungsquelle dienen
- Für einen vorbeugenden Einsatz geeignet
- Kann Hungerphasen über mehrere Wochen überstehen
- Toleriert vergleichsweise hohe Temperaturen
- Kommt auch mit geringerer Luftfeuchtigkeit zurecht
- Hohe Mobilität innerhalb des Pflanzenbestands
- Praktische Alternative zur größeren 25-Tütchen-Packung
Lieferumfang und wichtige Hinweise
Der Lieferumfang dieses Artikels besteht aus einem einzelnen Tütchen mit Neoseiulus californicus Raubmilben. Es handelt sich ausdrücklich nicht um die 25-Tütchen-Packung des Ausgangsartikels.
Nützlinge sind lebende Organismen. Nach Erhalt sollten sie deshalb zeitnah entsprechend den Anwendungshinweisen eingesetzt und nicht unnötig lange gelagert werden. Extreme Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und ungeeignete Lagerbedingungen sollten vermieden werden.
Bei einem bereits starken Spinnmilbenbefall empfiehlt der Anbieter zusätzlich Phytoseiulus persimilis. Auch sollte vor dem Einsatz geprüft werden, ob zuvor verwendete Pflanzenschutzmittel die Raubmilben beeinträchtigen können.
Häufige Fragen zu Neoseiulus californicus
Für welche Fläche reicht ein Tütchen Neoseiulus californicus? Aus der Herstellerangabe von 25 Tütchen für 100 m² ergibt sich rechnerisch eine Reichweite von etwa 4 m² pro Tütchen. Alternativ wird ein Tütchen pro Solitärpflanze angesetzt.
Gegen welche Schädlinge wirkt Neoseiulus californicus? Die Raubmilben werden vor allem gegen verschiedene Spinnmilbenarten eingesetzt. Sie ernähren sich zusätzlich von Weichhautmilben und jungen Thripslarven.
Kann Neoseiulus californicus vorbeugend eingesetzt werden? Ja. Die Art eignet sich laut Anbieter besonders gut für einen prophylaktischen Einsatz, da sie Hungerphasen überstehen und zusätzlich Pollen als Nahrungsquelle nutzen kann.
Muss das Tütchen geöffnet werden? Das Tütchen wird im Pflanzenbestand angebracht beziehungsweise positioniert. Die Raubmilben verlassen das Tütchen selbstständig. Ein manuelles Ausschütten ist nicht vorgesehen.
Reicht Neoseiulus californicus bei starkem Spinnmilbenbefall aus? Bei einem starken akuten Befall empfiehlt der Anbieter zusätzlich die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis. Neoseiulus californicus eignet sich insbesondere für Vorbeugung, leichten Befall und langfristige biologische Kontrolle.
Fazit zu Neoseiulus californicus – 1 Tütchen
Das Neoseiulus californicus Einzeltütchen ist eine praktische Lösung für kleinere Pflanzenbestände, bei denen Spinnmilben biologisch kontrolliert oder frühzeitig abgefangen werden sollen. Die robuste Raubmilbenart toleriert vergleichsweise hohe Temperaturen und niedrigere Luftfeuchtigkeit, kann Hungerphasen überstehen und ernährt sich zusätzlich von jungen Thripslarven, Weichhautmilben und Pollen. Mit einer rechnerischen Reichweite von etwa 4 m² beziehungsweise einer Solitärpflanze eignet sich die Einzelgröße besonders für Anwender, die keine größere 25er-Packung benötigen.