Metrop im Überblick: MR1, MR2 und die Additive
Metrop arbeitet mit einem schlanken Grundprinzip: zwei hochkonzentrierte Basisdünger für Wachstum und Blüte, dazu eine Reihe von Additiven für gezielte Aufgaben. Wer die Aufteilung versteht, kommt mit wenigen Produkten weit.
Dieser Überblick zeigt dir, was welches Produkt macht, wann du es einsetzt und in welcher Reihenfolge du ansetzt.
Die Basis: MR1 und MR2
Metrop-Basisdünger sind stark konzentriert. Das bedeutet kleine Mengen pro Liter – und dass ein Dosierfehler entsprechend stärker durchschlägt als bei verdünnten Produkten. Eine genaue Dosierhilfe ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
MR1 Grow
Für die Wachstumsphase, mit Schwerpunkt auf Stickstoff und ergänzt um Spurenelemente. Unterstützt den Aufbau von Blattmasse, Trieben und Struktur, bevor die Pflanze in die Blüte wechselt.
MR2 Bloom
Für die Blütephase. Der Schwerpunkt verschiebt sich zu Phosphor und Kalium, Mikroelemente ergänzen die Versorgung. MR2 ersetzt MR1 beim Phasenwechsel – die beiden werden nicht gleichzeitig gefahren.
Die Additive im Überblick
| Produkt | Wofür | Wann |
|---|---|---|
| Calgreen | Calcium und Magnesium ergänzen | bei weichem und Osmosewasser, hoher Lichtintensität |
| Enzymes | abgestorbene Wurzelreste abbauen | laufend, ein- bis zweimal wöchentlich |
| Root+ | Wurzelbildung anregen | Stecklinge und Jungpflanzen |
| Rhizoxtrem | Wurzelraum unterstützen | Start und nach dem Umtopfen |
| AminoXtrem | Aminosäuren für die Proteinbildung | Wachstumsphase und frühe Blüte |
| GreenXtrem | Algenextrakt als Vitalitätsimpuls | ergänzend über die gesamte Kultur |
| MAM | Nährstoffversorgung für Mutterpflanzen | bei vegetativer Vermehrung |
Die Additive im Detail
Calgreen
Calcium und Magnesium stabilisieren Zellwände und sind für die Photosynthese notwendig. Bei Osmosewasser oder sehr weichem Leitungswasser fehlen beide vollständig – dann ist die Ergänzung Pflicht.
Mangelbilder unterscheiden: Calcium zeigt sich an den jungen Blättern und Triebspitzen mit braunen Flecken oder verformten Neutrieben. Magnesium an den unteren, älteren Blättern – die Adern bleiben grün, das Gewebe dazwischen vergilbt.
Enzymes
Enzyme bauen abgestorbene Wurzelreste im Substrat ab und wandeln sie in verfügbare Bestandteile um. Das hält das Substrat sauber und senkt das Fäulnisrisiko.
Besonders sinnvoll bei wiederverwendeten Substraten und in Systemen mit langer Standzeit. In frischer Erde beim ersten Durchgang ist der Nutzen geringer.
Root+
Wurzelstimulator für Stecklinge und Jungpflanzen. Unterstützt die Bildung feiner Seitenwurzeln und das Anwachsen nach dem Umtopfen. Der Zeitpunkt entscheidet – später im Verlauf bringt er wenig.
Rhizoxtrem
Ebenfalls auf den Wurzelraum ausgerichtet, mit etwas anderem Ansatz als Root+. Sinnvoll beim Start und nach Belastungen wie Umtopfen. Beide lassen sich kombinieren, wenn du den Schwerpunkt bewusst auf die Wurzelentwicklung legst.
AminoXtrem
Freie Aminosäuren erleichtern der Pflanze den Aufbau von Proteinen – sie muss diese Bausteine dann nicht selbst aus Stickstoff synthetisieren. Das spart Energie, besonders in Phasen mit hohem Bedarf oder nach Stresssituationen wie Hitze oder Umtopfen.
GreenXtrem
Algenextrakt aus Laminaria digitata, einer Braunalge. Algenextrakte enthalten natürliche Pflanzenhormone und Spurenelemente und werden im Gartenbau seit langem als allgemeiner Vitalitätsimpuls eingesetzt.
MAM
Ausgewogene Nährstoffformel für Mutterpflanzen, von denen regelmäßig Stecklinge geschnitten werden. Ziel ist eine gleichmäßige Triebproduktion über längere Zeit, ohne dass die Pflanze in die Höhe schießt.
Anwendung und Mischreihenfolge
Die Reihenfolge ist nicht optional – sie verhindert, dass Nährstoffe ausfallen und für die Pflanze verloren gehen:
- Wasser einfüllen, Ausgangs-EC messen
- MR1 oder MR2 einrühren, je nach Phase
- Calgreen dazu, gut umrühren
- Additive einzeln nacheinander
- EC messen und mit dem Zielwert abgleichen
- pH zuletzt einstellen
Nie konzentriert mischen. Jede Komponente einzeln ins Wasser, nicht ineinander. Andernfalls fällt Calcium mit Phosphaten und Sulfaten aus – erkennbar an Flocken oder milchiger Trübung.
Bei Blattanwendungen: nicht bei eingeschalteter Lampe sprühen. Wassertropfen wirken wie Linsen und verursachen Blattschäden. Ob ein Produkt für die Blattanwendung vorgesehen ist, steht auf dem Etikett.
Womit anfangen?
Bei sieben Additiven stellt sich die Frage, was davon wirklich nötig ist. Eine sinnvolle Reihenfolge:
- Zuerst: MR1 und MR2 als Basis. Damit läuft eine Kultur vollständig.
- Wenn du weiches oder Osmosewasser hast: Calgreen dazu. Das ist keine Option, sondern Notwendigkeit.
- Wenn du wiederverwendetes Substrat nutzt: Enzymes.
- Wenn du mit Stecklingen arbeitest: Root+.
- Alles Weitere ergänzt du, wenn du weißt, wo es bei dir hakt.
Mehr Produkte bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse. Sie bedeuten vor allem mehr Variablen – und damit mehr Ursachen, wenn etwas nicht funktioniert.
Fazit
Metrop folgt einem klaren Aufbau: zwei Basisdünger, dazu Additive mit jeweils einer definierten Aufgabe. Das macht das System übersichtlich, verlangt aber genaues Arbeiten – die Konzentration der Produkte verzeiht keine großzügige Dosierung.
Fang mit MR1 und MR2 an, ergänze Calgreen bei weichem Wasser und beobachte, bevor du weiter aufstockst.
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pH- und EC-Messgeräte > [pH & EC Messgeräte]
Passend dazu: Der komplette CalMag-Guide.
Häufige Fragen zu Metrop
MR1 oder MR2 – wann wechseln?
Mit dem Phasenwechsel. MR1 setzt den Schwerpunkt auf Stickstoff für den Aufbau, MR2 auf Phosphor und Kalium für die Blüte. Beide werden nicht gleichzeitig gefahren.
Wann brauche ich Calgreen?
Bei Osmosewasser und sehr weichem Leitungswasser immer, weil dort weder Calcium noch Magnesium enthalten sind. Bei hartem Wasser nur zurückhaltend und nach Bedarf.
Warum sind die Produkte so hoch konzentriert?
Weniger Wasser bedeutet weniger Gewicht und Verpackung. Der Preis dafür: Dosierfehler wirken sich stärker aus. Arbeite mit einer genauen Dosierhilfe.
Kann ich mehrere Additive gleichzeitig einsetzen?
Grundsätzlich ja, aber führ sie nicht alle auf einmal ein. Wenn drei neue Produkte gleichzeitig dazukommen, kannst du eine Reaktion keinem davon zuordnen.
Warum flockt meine Nährlösung aus?
Die Komponenten wurden vermutlich konzentriert zusammengegeben. Jede einzeln ins Wasser einrühren, nicht ineinander.
Wozu Enzyme im Substrat?
Sie bauen abgestorbene Wurzelreste ab. Das hält das Substrat sauber und senkt das Fäulnisrisiko – besonders bei wiederverwendeten Medien.
Was ist der Unterschied zwischen Root+ und Rhizoxtrem?
Beide zielen auf den Wurzelraum, mit unterschiedlichem Ansatz. Root+ liegt der Schwerpunkt bei Stecklingen und Jungpflanzen, Rhizoxtrem bei Start und Umtopfen. Sie lassen sich kombinieren.